Das Filmvergnügen

Am 22.1. (Di.) um 19 Uhr geht es weiter mit den Filmen zur Lage.

 

Bisher haben wir gezeigt:

»Z« (Constantin Costa-Gavras, 1969)
Ein französisch-algerischer Spielfilm nach der gleichnamigen Romanvorlage von Vassilis Vassilikos. Der vor dem Hintergrund der griechischen Militärdiktatur entstandene Streifen gilt als genrebildender Klassiker des politisch engagierten Kinos.

«Schlacht um Algier» (Gillo Pontecorvo, 1966)
Der Schwarzweißfilm thematisiert eine Episode des algerischen Unabhängigkeitskrieges gegen Frankreich der Jahre 1954 bis 1962. In seiner realistischen Darstellung steht der Film in der Tradition des italienischen Neorealismus.

»Imbiss Spezial« (Thomas Heise, 1989) wurde in der Kelleretage des Bahnhofs Berlin Lichtenberg gedreht. Durch die Beobachtung der Kunden an einem Imbiss-Stand wird präzise die Alltags-Situation in einer gesellschaftlichen Umbruchszeit gezeigt.

»Stau-Jetzt geht’s los« (Thomas Heise, 1992) ist eine streitbare Auseinandersetzung mit rechten Jugendlichen aus der einstigen sozialistischen Mustersiedlung Halle-Neustadt in einer Zeit, die von großer Verunsicherung geprägt war.
Plakat © Holger Glienke

22.1.2019
«Themroc»
Claude Farraldo, 1973

Themroc ist ein unter der Regie von Claude Faraldo entstandener französischer Spielfilm aus dem Jahre 1973.
Jeden Tag der gleiche Trott: Schlecht gelaunt aufstehen, mit dem Fahrrad zur Métro, umgeben von Menschenmassen mit der Métro zur Arbeit und dort ein öder Job. Nachdem er von seinem Chef zusammengestaucht worden ist, reißt dem Anstreicher Themroc schließlich der Geduldsfaden. Er mauert die Tür seiner Pariser Wohnung zu, zerlegt mit dem Vorschlaghammer die Außenwand, zerrt sich die Klamotten vom Leib, wirft das Mobiliar auf die Straße und beginnt seine nächste Lebensphase als kannibalistischer Höhlenmensch, für den auch Inzest mit der eigenen Schwester kein Tabu mehr ist.

Text: Wicki; weiter hier

5.2.2019
«missing»
Constantin Costa-Gavras, 1982

Vermisst (Originaltitel: Missing) ist ein mit der Goldenen Palme ausgezeichneter Spielfilm des griechisch-französischen Regisseurs Constantin Costa-Gavras aus dem Jahr 1982 mit Jack Lemmon und Sissy Spacek in den Hauptrollen.

Das Drama basiert auf dem authentischen Fall des US-Journalisten Charles Horman, der nach dem Putsch in Chile 1973 von der dortigen Militärregierung entführt und ermordet worden war. Vorlage für dieses Ereignis war das Sachbuch The Execution of Charles Horman: An American Sacrifice (1978, 1982 auch unter dem Titel Missing neu erschienen) von Thomas Hauser.

Text: Wicki; weiter hier