Das Filmvergnügen

Es geht weiter mit den Filmen zur Lage.

… immer Dienstags, immer kostenlos und Eure Freunde sind immer mit eingeladen …

Grischa Meyer wählt die Filme aus und begleitet unsere Filmabende.

Bisher haben wir gezeigt:

«Wege in die Nacht» (Andreas Kleinert, D/1999)

«Nine Zero» (Jean-Luc Godard, 1991) ist ein französischer Film, der die „Einsamkeit eines Volkes“ ergründen will.

«Underground» (Emir Kusturica, 1995) ist ein serbischer Film, der sich auf satirische Weise mit der Geschichte und Gegenwart des damaligen Jugoslawien auseinandersetzt.

«Der Mann auf der Mauer» (Reinhard Hauff, 1982) ist eine Tragikomödie nach der Erzählung «Der Mauerspringer» von Peter Schneider.

«Der geteilte Himmel» (Konrad Wolf, 1964) ist eine Literaturverfilmung der DEFA und beruht auf der 1963 erschienenen Erzählung von Christa Wolf.

«Der Kinnhaken» (Heinz Thiel, 1962) ist ein deutscher Spielfilm der DEFA. Es handelt sich um eine turbulente Liebesgeschichte im Sommer ’61 in Berlin.

«Eins, Zwei, Drei» (Billy Wilder, 1961) ist eine US-amerikanische Screwball-Komödie vor dem Hintergrund des Ost-West-Konflikts.

«missing» (Constantin Costa-Gavras, 1982) ist ein mit der Goldenen Palme ausgezeichneter Spielfilm mit Jack Lemmon und Sissy Spacek in den Hauptrollen.
Vorlage für diesen Film war das Sachbuch «The Execution of Charles Horman: An American Sacrifice» (1978).

«Themroc» (Claude Farraldo, 1973), ein französischer Spielfilm: Jeden Tag der gleiche Trott: Schlecht gelaunt aufstehen, mit dem Fahrrad zur Métro, umgeben von Menschenmassen mit der Métro zur Arbeit und dort ein öder Job. Die nächste Lebensphase: ein kannibalistischer Höhlenmensch, für den auch Inzest mit der eigenen Schwester kein Tabu mehr ist.

»Z« (Constantin Costa-Gavras, 1969)
Ein französisch-algerischer Spielfilm nach der gleichnamigen Romanvorlage von Vassilis Vassilikos. Der vor dem Hintergrund der griechischen Militärdiktatur entstandene Streifen gilt als genrebildender Klassiker des politisch engagierten Kinos.

«Schlacht um Algier» (Gillo Pontecorvo, 1966)
Der Schwarzweißfilm thematisiert eine Episode des algerischen Unabhängigkeitskrieges gegen Frankreich der Jahre 1954 bis 1962. In seiner realistischen Darstellung steht der Film in der Tradition des italienischen Neorealismus.

»Imbiss Spezial« (Thomas Heise, 1989) wurde in der Kelleretage des Bahnhofs Berlin Lichtenberg gedreht. Durch die Beobachtung der Kunden an einem Imbiss-Stand wird präzise die Alltags-Situation in einer gesellschaftlichen Umbruchszeit gezeigt.

»Stau-Jetzt geht’s los« (Thomas Heise, 1992) ist eine streitbare Auseinandersetzung mit rechten Jugendlichen aus der einstigen sozialistischen Mustersiedlung Halle-Neustadt in einer Zeit, die von großer Verunsicherung geprägt war.
Plakat © Holger Glienke

30 Jahre nach dem Herbst, der das Ende der DDR und der Anfang eines »Neuen Deutschland« blicken wir zurück mit einer Reihe unter dem Titel:

OSTFILME

19. November
FLÜSTERN UND SCHREIEN
von  Schumann, DDR/1985
Als dokumentarischer „Rockreport“ über die Underground-Musikszene der DDR gibt „flüstern & SCHREIEN“ Einblicke in den Lebensalltag junger Bands der 1980er Jahre wie „Silly“, „Sandow“ oder „Feeling B“. Angereichert mit Aussagen von Fans und Jugendlichen in verschiedensten Lebensumständen spiegelt der Musikfilm so Protest, Wünsche und Hoffnungen einer Subkultur, die sich des Mediums Musik bedient, um ihre Kritik am System zu äußern.

3. Dezember 2019
DÜRERS ERBEN
von Lutz Dammbeck, D/1995
Was verbindet die ehemaligen »Malerfürsten« Werner Tübke oder Bernhard Heisig mit dem heute unbekannten Maler Heinrich Witz? Ein Film über die Anfänge der »Leipziger Malerschule« und den Versuch eines neuen Realismus unter sozialistischen Vorzeichen in der DDR bis zum Mauerbau 1961.

7. Januar 2020
VATERLAND
von Thomas Heise, D/2002
In VATERLAND (2002) begibt sich der Regisseur auf die Spuren seiner Familie. Im Dorf Straguth in Sachsen-Anhalt befand sich ein Zwangsarbeiterlager, wo sein Vater und ein Onkel mit 19 Jahren inhaftiert waren und Briefe an die Familie schickten. Wieder inszeniert der Regisseur persönlich, befragt die Bewohner des Ortes, läßt ihre Worte ohne eigene Erklärungen stehen, verweigert sich eines moralisierenden Kommentars.

Thomas Heise ist anwesend (angefragt).

Die Filme werden von Grischa Meyer immer in der Ostkreuzschule um 19:00 gezeigt. Alle Freunde sind herzlich eingeladen … es kostet nichts!