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Biografie

1962 Geboren in Berlin

1982 Beginn der Ausbildung zum Fotografen und Kameraassistenten bei der DEFA, es entstehen erste Porträtfotografien

Veröffentlichungen in den Zeitschriften „Sonntag“ und „Das Magazin“

Mentorenschaft durch die Fotografin Helga Paris

1985 – 1986 Assistenz bei Rudolf Schäfer

Arbeit als Modefotograf für die Zeitschrift „Sibylle“

1990er Jahre Türsteher in der Berliner Clubszene

seit 2003 Kontinuierliche Weiterführung fotografischer Arbeit

seit 2015 Dozent an der Ostkreuzschule

Einzelausstellungen (Auswahl)


galerie:pixelgrain, Berlin (2011)Merry Karnowsky Gallery, Berlin (2009)Galerie Viaux, Berlin (2007)

Berghain, Berlin (2007)

Gruppenausstellungen (Auswahl)



Berlinische Galerie (2012/2013)

Palazzo Saluzzo Paesana, Turin (2012)

Berghain, Berlin (2011)

Akademie der Künste, Berlin (2009)

Kunstgewerbemuseum, Berlin (2009)

Trolley Berlin / Apartment Galerie, Berlin (2004)

X. Kunstausstellung der DDR, Dresden (1987/1988)

Veröffentlichungen



Sven Marquardt: Zukünftig vergangen, Fotografien 1984–2009, Mitteldeutscher Verlag, Halle 2010

Sven Marquardt: Heiland, Mitteldeutscher Verlag, Halle 2011

Vertreten von 
OSTGUT BOOKING, Berlin www.ostgut.de/booking/artist/25

Sven Marquardt
Sven Marquardt ist sich treu geblieben. Er hat nie etwas anderes gemacht, als leidenschaftliche bis groteske Porträts zu inszenieren. Dieser Fotograf ist der einzige, der die Ost-Berliner Traditionslinie Arno Fischers und Sibylle Bergemanns mit einem gierig-fiebernden Fashion-Akzent zu verbinden wußte. Mit wohldosierter Theatralik vermag Marquardt dabei durchaus Kraft zu entfalten, Würde. Manchmal too much, oft genau richtig. Sein lässig melancholischer Style hatte in den 1980er Jahren reichlich Wave-Einfluss getankt und sich in Grabsteinnähe romantisch durchglühen lassen. Heute sind diese efeuumsäumten und aus Leder-Vulgarität destillierten Schwarz-Weiß-Bilder Kult und Marquardt außerdem bekannt als einer der ausstrahlungsstärksten Türsteher des Berliner Nachtlebens. Die dumpfigen Gemäuer des „Berghain“ bilden seinen ganz persönlichen Emotionsbunker. Dort keimt und reift sie, die dichte Stofflichkeit seiner Dunkel-Poesie. Jedes Foto leitet den Herbst ein und ist Teil einer Interpretation der Kosmetik des sozialen Körpers zwischen Rausch und Unausweichlichkeit.
Text: Christoph Tannert
Wochenendseminar
Für mich stand immer der Mensch/das Porträt im Mittelpunkt meines fotografischen Schaffens. War es zum Anfang der zaghafte Versuch einer Inszenierung, bin ich nun seit etlichen Jahren mehr und mehr in der konzeptionellen Fotografie angekommen. Aber es gibt ja so viele verschiedene Wahrheiten und Visionen, wie es Menschen und Bilder gibt.
Ich möchte in meinem Wochenendseminar jeden einzelnen Studenten in seiner ganz persönlichen Bildsprache, in seinen Visionen bestärken und Selbstvertrauen in die eigene fotografische Arbeit zusammen erarbeiten. Ich mag Gegensätze und im besten Fall führen diese zu einem ganz wunderbaren kreativen Austausch. Die Idee zum Ende eines Seminars gemeinsam eine Ausstellung zu bestreiten, sollte sich Stück für Stück entwickeln.
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